Gasthaus Pension Puntigam Geschichte

Der Weberwirt - von früher bis heute

Von den Anfängen 1931 bis zum Schicksalsschlag 1948

Das Anwesen Weberwirt wurde im Jahre 1931 von Michael Friesacher gekauft. Das damalige kleine Landgasthaus mit angeschlossener Landwirtschaft war Mittelpunkt des Prebler Dorfes. Viele Bauern trafen sich dort, um bis in die späten Nachstunden über das Vieh zu verhandeln.

Michael Friesacher führte mit seiner Frau Christine Haus und Hof vorbildlich. Im Jahre 1933 verstarb jedoch seine Frau bei der Geburt des zweiten Kindes. Einige Zeit später fand Michael Friesacher aber ein neues Glück und ehelichte seine zweite Frau Martina. Martina Friesacher brachte acht gesunde Kinder zur Welt.

Am 11. Oktober 1948 gellte ein unvergesslicher Schreckensruf durch das Dorf. Um 10:30 Uhr Vormittag fing der Stadel beim Weberwirt Feuer. Explosionsartig breitete sich das Feuer auf Hof und Haus aus und vernichtete das gesamte Anwesen. Michael Friesacher befand sich zu dieser Zeit im Krankenhaus und seine Frau Martina war mit den acht Kindern im ersten Moment alleine. Sofort setzte die Nachbarschaftshilfe ein, die beispielhaft der schwer getroffenen Familie half, die ärgste Not zu lindern.

Ein weiterer schwerer Schicksalsschlag traf das Haus Weberwirt in der Nacht zum Heiligen Abend 1948. An diesem Tag verstarb Michael Friesacher. Trotz alledem verließ Martina Friesacher nicht der Mut und baute mit Hilfe von vielen Gemeindebürgern das Gasthaus und den Hof wieder auf.

Von der Weiterführung von Werner Friesacher bis zur Modernisierung in der Gegenwart

Im Jahre 1970 übergab Martina Friesacher das Anwesen Weberwirt an ihren Sohn Werner Friesacher. Werner Friesacher führte den Betrieb mit seiner Frau Laura vorbildhaft weiter.

Voll Tatendrang und Lebenseifer wurde die inzwischen renovierungsbedürftige Gastwirtschaft abgerissen und neu aufgebaut. 1983 wurden die Fremdenzimmer für den immer größer werdenden Tourismus aus Deutschland fertiggestellt. Laura Friesacher hatte in der Gastwirtschaft alle Hände voll zu tun und kümmerte sich nebenbei noch sehr liebevoll um ihre vier Kinder. 1998 verstarb dann Werner Friesacher nach kurzer schwerer Krankheit und hinterließ ein großes Loch in der Familie.

Sohn Wolfgang, der jetzige Besitzer des Weberwirtes, übernahm dann im Jahre 1999 den elterlichen Betrieb und setzt seine Fähigkeiten als gelernter Koch und Fleischhauer erfolgreich ein. Im Jahre 2000 baute er einen neuen Festsaal auf, der in der Bevölkerung nicht nur für Hochzeiten, Taufen, Geburtstags- und Firmenfeiern, sondern auch für Vereinszwecke großen Anklang findet.

In den darauffolgenden Jahren wurden die Küche modernisiert, die WC-Anlagen saniert, ein neuer Kinderspielplatz errichtet, die Fremdenzimmer renoviert und im Jahre 2010 ein moderner Wintergarten gebaut. Letztendlich erfolgte dann der Bau weiterer Gästezimmer und eines Loungebereiches im Garten.